In seiner Mai-Ausgabe veröffentlicht das Professional Audio Magazin einen ausführlichen Bericht über die Rolle des Deutschen Rundfunkarchivs in Frankfurt. Unter anderem wird die Arbeit mit diversen CEDAR Cambridge Systemen beschrieben.
"Seit der ersten Stunde setzten die Mitarbeiter auf die Restaurations-Tools der englischen Firma Cedar, die auch zur Rekonstruktion von Toninformationen in der Forensik eingesetzt werden. Auch wenn die Racks voll mit eigenständigen, älteren 19-Zoll-Geräten von Cedar sind, wird heute überwiegend mit dem Cambridge-System gearbeitet, das unterschiedliche Plug-ins zur Bearbeitung zur Verfügung stellt. Über eine DAIS-Kreuzschiene sind zusätzlich alle Geräte - auch Zuspieler - über eine Matrix in das Gesamtsystem eingebunden und können je nach Anforderung flexibel kombiniert werden. Am häufigsten kommen die Cedar-Plug-ins Declickle, Decrackle, Dehiss, Debuzz und der DNS zum Einsatz. Wobei, laut Huthmann, gerade die gefürchteten Artefakte bei extremen Einstellungen sehr gering bleiben. Außerdem seien die Plug-ins sehr effektiv und intuitiv zu bedienen, böten aber trotzdem eine Vielzahl an sehr detaillierten Eingriffsmöglichkeiten. Als Wunderwaffe führt uns Huthmann exemplarisch das Retouch-Plug-in vor. Mit dessen Hilfe können einzeln auftretende Störsignale, wie etwa das Scheppern eines umfallenden Notenpults bei einer Aufnahme, eliminiert werden. Dafür markiert man zunächst den Bereich, der bearbeitet werden soll. Ist das Störsignal erkannt, wird es mit Signalen ersetzt, die dem benachbarten Klangbild entsprechen. Der Rest des Audiomaterials bleibt dabei völlig unangetastet."
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